04.02.2004

STUDIE

Keine Tumorgefahr durch Handynutzung

Handy-User haben einer deutsch-dänischen Studie zufolge kein gesteigertes Risiko für gutartige Tumore am Hörnerv.

Wie die Kopenhagener Gesellschaft zur Krebsbekämpfung mitteilte, wurden 106 an dem so genannten Akustikusneurinom erkrankte Menschen über zwei Jahre beobachtet und nach ihrer Handy-Nutzung befragt.

Es sei auch beim Vergleich mit der doppelten Anzahl gesunder Menschen kein gesteigertes Krankheitsrisiko festzustellen gewesen.

Bei aller Vorsicht wegen der niedrigen Zahl untersuchter Personen und des stark eingegrenzten Untersuchungszieles vermute man, dass Mobilfunk nicht Auslöser für die Erkrankung ist.

WHO untersucht Gehirntumore

Das dänische Forschungsprojekt ist Teil der groß angelegten und von der Weltgesundheitsorganisation [WHO] initiierten "Interphone"- Studie zur Ursachenfindung bei Gehirntumoren mit mehr als 10.000 Menschen.

In einer Zusammenfassung der bisher erschienen Studien zum Einfluss von Handys auf die menschliche Gesundheit durch die "Advisory Group on Non-ionising Radiation" [AGNIR] konnte zuletzt ebenfalls kein Hinweis auf eine Krebs auslösende Wirkung von Mobiltelefonen gefunden werden.

Die Wissenschaftler fügten jedoch hinzu, dass Handys noch relativ kurz in Verwendung seien und es noch keine Langzeitstudien gebe.