Hausdurchsuchung bei KaZaA
Im Kampf gegen den illegalen Dateitausch im Netz hat die australische Musikindustrie am Freitag die Büros des KaZaA-Betreibers Sharman durchsucht.
Insgesamt gab es gleichzeitig an zwölf Plätzen derartige Razzien, darunter auch bei Sharman-Chef Nikki Hemming zuhause sowie an drei Universitäten, Internet Service Providern [ISP] und bei Sharman-Partner Altnet. Damit sollten Beweise gegen Sharmans "illegale Aktivitäten" sicher gestellt werden, so der Chef der Music Industry Piracy Investigations, Michael Speck.
In einem Statement sagte KaZaA, dass die Untersuchungen eine reflexartige Reaktion seien, um Sharman und KaZaA in Misskredit zu bringen. Altnet gab an, unverschuldet in die Untersuchungen gekommen zu sein, da man nur legal lizensierten Content vertreibe.
In einer Zivilklage gegen Sharman will die australische Musikindustrie den illegalen Vertrieb von Musik über die Tauschbörse KaZaA unterbinden. Die Musikindustrie macht bekanntlich den illegalen Tausch von Musik über das Internet für ihren Umsatzrückgang verantwortlich.
KaZaA klagt zurückKlage nach australischem Recht
Laut Speck sind die Untersuchungen Resultat einer sechsmonatigen Untersuchung, die begann als die Musikindustrie "signifikante Änderungen in der technischen und physikalischen Infrastruktur" der Vorgänge bei KaZaA feststellte.
Diese seien ausreichend gewesen, um gegen Sharman auch nach australischem Recht vorgehen zu können.
Kommende Woche sollen die Ergebnisse der Untersuchungen bei Gericht vorgelegt werden. Laut Speck werde dann die Terminfestsetzung für eine Verhandlung erwartet.
Erst diese Woche hat die Distributed Computing Industry Association, bei der auch KaZaA und Altnet Mitglied sind, ein Businessmodell vorgestellt, um P2P-Börsen legal zu machen. Der Plan sieht unter anderem einen Kopierschutz in Form einen Digitalen Wasserzeichens vor.
Tauschbörse KaZaA mit großen Plänen
