Colt verdiente 2003 "mehrere Häuser"
Die österreichische Colt-Tochter [City of London Telecommunication] hat 2003 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 37 Mio. Euro gesteigert.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sei 2003 erstmals positiv gewesen: "Das war ein ordentlicher Betrag im Wert von mehreren Häusern", so Colt Austria-Chef Alfred Pufitsch. Für 2004 erwartet sich der Gesamtkonzern ein Umsatzwachstum von sieben bis acht Prozent.
Derzeit habe Colt Austria 872 Kunden, davon 425 direkt angeschlossen [entbündelt]. Die Mitarbeiterzahl blieb konstant bei rund 60, sie soll durch die verstärkten Osteuropaaktivitäten 2004 leicht steigen.
Derzeit werden im deutschsprachigen Raum gerade fünf Kompetenzzentren aufgebaut, eines davon in Wien. Dieses soll für die anderen Branchen-Zentren als Vermittler für die Region Zentral- und Osteuropa dienen, so Pufitsch.
Colt Telecom überrascht positivAusblick
2004 soll bei Colt weiterhin im Zeichen der Kosteneinsparungen stehen. Dabei gilt es, von 2006 bis 2009 Anleihen in der Höhe des derzeitigen Barbestandes zurückzuzahlen.
Bankverbindlichkeiten habe der Konzern keine. Der bisherige Fokus auf den Free Cash Flow werde laut Pufitsch künftig durch die Konzentration auf Nachhaltigkeit und Profitabilität ersetzt.
An der Konzentration auf den Geschäftskundenbereich werde sich auch in Zukunft nichts ändern, Kernkompetenz blieben weiterhin die Bereiche Banken, Informationstechnologie und Medien. Technologisch will sich Colt ganz auf IP-VPN [Virtuelle private Netzwerke auf Basis des Internet-Protokolls] konzentrieren, denn der Trend gehe eindeutig hin zu einem Zusammenwachsen von Sprache und Daten.
