GSM-Lizenzen für ein Umsatzprozent
Einem Medienbericht zufolge will die Pariser Regierung von den drei Betreibern der französischen GSM-Mobilfunknetze künftig Lizenzgebühren in Höhe von einem Prozent des Umsatzes verlangen.
Das dürfte dem Staat in den kommenden Jahren rund 300 Millionen Euro jährlich für die bisher fast kostenlosen Lizenzen einbringen, wie der Infobrief der Wirtschaftszeitschrift "L'Expansion" meldete.
Nachdem bis zu fünf Prozent der Umsätze im Gespräch waren, will der französische Finanzminister Francis Mer mit diesen weiterhin relativ niedrigen Gebühren wohl dauerhaft günstige Tarife für Telefonkunden erreichen.
Das Pariser Finanzministerium prüft bereits seit Ende Februar, für die Lizenzen der Anbieter Orange und SFR nach deren Auslaufen im März 2006 eine umsatzabhängige Gebühr einzuziehen. Zusätzlich könnten auch die jährlich anfallenden Fixkosten für die Lizenzen erhöht werden.
Doppelinkasso bei GSM-LizenzenLizenzen bis 2006
In Frankreich laufen die GSM-Lizenzen der zwei größten Mobilnetzbetreiber "Orange" [France Telecom] und "SFR" [Vodafone und Vivendi] noch bis März 2006.
Die Bedingungen für eine Verlängerung müssen zwei Jahre vorher festgelegt werden, die Frist dazu läuft kommende Woche ab. Der erst später gestartete Anbieter "Bouygues Telecom" hat noch eine GSM-Lizenz bis 2009.
