15.03.2004

FRANKREICH

GSM-Lizenzen für ein Umsatzprozent

Einem Medienbericht zufolge will die Pariser Regierung von den drei Betreibern der französischen GSM-Mobilfunknetze künftig Lizenzgebühren in Höhe von einem Prozent des Umsatzes verlangen.

Das dürfte dem Staat in den kommenden Jahren rund 300 Millionen Euro jährlich für die bisher fast kostenlosen Lizenzen einbringen, wie der Infobrief der Wirtschaftszeitschrift "L'Expansion" meldete.

Nachdem bis zu fünf Prozent der Umsätze im Gespräch waren, will der französische Finanzminister Francis Mer mit diesen weiterhin relativ niedrigen Gebühren wohl dauerhaft günstige Tarife für Telefonkunden erreichen.

Lizenzen bis 2006

In Frankreich laufen die GSM-Lizenzen der zwei größten Mobilnetzbetreiber "Orange" [France Telecom] und "SFR" [Vodafone und Vivendi] noch bis März 2006.

Die Bedingungen für eine Verlängerung müssen zwei Jahre vorher festgelegt werden, die Frist dazu läuft kommende Woche ab. Der erst später gestartete Anbieter "Bouygues Telecom" hat noch eine GSM-Lizenz bis 2009.