16.03.2004

TIEFSEE

Ein Roboter taucht ab

"Deep Sea Crawler" heißt ein neuer, per Internet gesteuerter Roboter, der Wissenschaftlern in Zukunft bei der Erforschung der Tiefsee helfen soll.

Die International University Bremen [IUB] stellte einen Prototypen vor, der über ein Glasfaserkabel Messdaten und Videobilder aus bis zu 6.000 Metern Wassertiefe ins Netz übertragen soll.

Zum Einsatz kommen soll der Roboter in geplanten Tiefsee-Observatorien für das internationale Forschungskonsortium IRCCM [International Research Consortium on Continental Margins].

Gearbeitet wird an weltumspannenden Projekten wie einem Frühwarnsystem für Erdbeben und durch Seebeben ausgelöste Monsterwellen [Tsunamis]. Experten erhoffen sich zudem langfristige Aussagen zur Erforschung des Klimas.

Testphase ab Herbst 2004

Nach einer Testphase ab Herbst 2004 soll "Deep Sea Crawler", dessen Entwicklung 30.000 Euro gekostet hat, in der Nähe unbemannter Unterwasserstationen entlang der Küste Nordwestamerikas eingesetzt werden.

Vernetzt werden die Stationen und die Roboter mit mehr als 3.000 Kilometer langen Glasfaserkabeln. Ein ähnliches Projekt zur Erdbebenforschung ist im östlichen Mittelmeer geplant.