"Internet-Mafia" bedroht das Netz
"Je mehr Geld im Internet ist, desto mehr Kriminelle gibt es im Netz." Nach Auffassung des Anti-Viren-Softwareunternehmens Kaspersky Labs wird eine kriminelle "Internet-Mafia" zunehmend zu einer Bedrohung für das weltweite Datennetz.
Diese versuche mit Hilfe von Viren und Würmern Zugangscodes für Online-Banking und Geld aus dem Internet abzuräumen, so der Leiter der Anti-Viren.-Forschung, Eugene Kaspersky, auf der CeBIT.
Zur Bekämpfung der Kriminalität im Netz seien laut Kaspersky neben besseren Anti-Viren-Programmen auch strengere Regeln für das Netz sowie eine "Internet-Polizei" nötig. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es aber nicht.
Zunahme der Viren- und Wurmgefahr
Wie bereits berichtet, hat das Jahr 2004 Anti-Viren-Spezialisten
gehörig auf Trab gehalten: Gleich mehrere Epidemien markierten den
Beginn eines neuen Virenjahres. "Mydoom", "Bagle", "Netsky" & Co
seien erst der Anfang, wie Natalya Kaspersky, Chefin von Kaspersky
Labs, im futureZone.ORF.at-Interview anmerkt.
Warten auf die Super-VirenSpam als wachsendes Problem
Ein wachsendes Problem sei laut Kaspersky auch Spam. Schätzungen zufolge werde die Anzahl der Spam-Mails im Frühjahr 2004 ihren Höhepunkt erreichen und dann rund 60 bis 70 Prozent aller eingehenden E-Mails ausmachen.
Weil aber in große Internet-Dienste und Unternehmensnetzwerke vermehrt Filternetzwerke integriert werden und immer mehr Länder den Mail-Müll mit gesetzlichen Maßnahmen bekämpfen, sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Spam-Mails 2005 zurückgehe.
Anti-Spam-Gesetz in den USA
Das Anfang des Jahres in Kraft getretene US-Gesetz gegen
unerwünschte Werbe-E-Mails hat Internet-Nutzern einer Umfrage
zufolge bisher keine Erleichterung verschafft.
Anti-Spam-Gesetz zeigt kaum Wirkung
