06.04.2004

DEUTSCHLAND

IT-Outsourcing bedroht 50.000 Jobs

Die zunehmende Verlagerung von IT- Dienstleistungen ins Ausland bedroht nach einer Studie der Deutschen Bank bis zum Jahr 2008 rund 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland.

Das seien etwa 3,5 Prozent der heute 1,4 Millionen Arbeitsplätze im Bereich der Informationstechnologie, heißt es in der am Dienstag in Frankfurt vorgestellten gemeinsamen Studie von Deutscher Bank, SAP und der Fachhochschule Kaiserslautern.

Trend hält an

Der Studie zufolge wird der Trend zur Auslagerung der Computertechnik bei Unternehmen in den kommenden Jahren anhalten.

2003 seien in Deutschland Leistungen im Wert von rund zehn Milliarden Euro ausgelagert worden, im Jahr 2008 werde das Volumen auf 17 Milliarden Euro steigen, sagte Jürgen Schaaf von Deutsche Bank Research: "Der IT-Outsourcing-Markt boomt."

Vor allem Banken und Versicherungen hätten hier einen Nachholbedarf und könnten durch die Konzentration auf das Kerngeschäft ihre Erträge steigern. Profitieren könnten Länder wie Indien, Ungarn und die Slowakei.