Neue Waffe gegen Campus-Piraten
Die US-Unterhaltungsindustrie will im Krieg gegen Campus-Piraten nun eine neue massentaugliche Waffe zum Einsatz bringen.
Ein automatisiertes Abmahnsystem soll Urheberrechtsverletzungen in Peer-to-peer-Netzen schnell aufspüren, den Rechteinhabern melden und über die Raubkopierer ein befristetes Internet-Verbot verhängen.
Die ACNS [Automated Copyright Notice System] genannte Open-Source-Software wurde gemeinschftlich von Vivendi Universal und der Universal Music Group entwickelt. Auch ein Patent wurde beantragt.
"ACNS ist ein kostenloses System, das Universitäten, Internet-Providern und anderen zur Implementierung in ihre Netzwerke zur Verfügung steht, um die Effizienz des Abmahnungsversands wegen Urheberrechtsverletzungen zu steigern", so die Unterhaltungsindustrie.
FBI-Siegel für DVDs und SoftwareUCLA unter P2P-Kontrolle
Das System wird seit Monaten im Probebetrieb getestet. Praktisch zur Anwendung kommen soll ein ACNS-ähnliches System ab sofort an der 37.500 Studenten zählenden University of California at Los Angeles [UCLA].
Wird man zum ersten Mal beim Download erwischt, wird der Internet-Anschluss so lange gesperrt, bis die illegalen Daten entfernt wurden.
Beim zweiten Mal steht zusätzlich ein Gespräch mit dem Studiendekan an. Unbelehrbaren Studiosi wird der Netzzugang schließlich ganz gesperrt.
Kritiker der Methode sind jedoch davon überzeugt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis es den Studenten gelingen wird, auch diese Hürde zu überwinden.
Schnelle Uni-Netze verlocken zum File-Tausch
Gerade Studenten stehen ganz oben auf der Abschussliste der
Piratenjäger der Unterhaltungsindustrie, da diese über die schnellen
Uni-Netzwerke schnell und einfach Filme und Musik tauschen können
und das auch massenhaft tun.
Anti-Piraterie-Erziehung an US-Unis
