Filesharer durch Klagen eingeschüchtert
Die Klagewelle gegen Filesharer in den USA scheint ihren Zweck teilweise erfüllt zu haben:
Laut einer Studie von Pew Internet und American Life Project haben rund 17 Millionen US-Amerikaner, das sind 14 Prozent der Internet-Benutzer, die schon Musik aus dem Netz heruntergeladen haben, beschlossen dies in Zukunft nicht mehr zu tun.
Ein Drittel dieser Leute, etwa sechs Millionen, gaben als Grund die vielpublizierten Anklagen von mehr als 1.000 Fileshareren durch die Musiklobby RIAA [Recording Industry Association of America ] seit vergangenem Sommer an.
Trotzdem ist die Zahl der Leute, die Musik aus dem Netz herunterladen, weiter angestiegen. Das hängt auch mit der steigenden Zahl der Internet-Nutzer zusammen.
Hohe Schadensersatzzahlungen
Viele der Anklagen führten zu erheblichen
Schadensersatzzahlungen. Rechtlich kann ein Label rund 150.000 USD
für die Copyrightverletzung eines Titels verlangen.
RIAA klagt weitere 531 Musikpiraten17 Prozent verwenden Bezahl-Dienste
Wie die Studie herausfand, ließen sich vor allem Männer und Nutzer zwischen 18 und 29 von der Klagewelle einschüchtern.
Rund 17 Prozent der Musik-Downloader gaben an, Bezahldienste wie etwa iTunes zu verwenden. Da schließt jedoch illegale Downloads nicht aus.
38 Prozent der Filesharer gaben an, wegen der Klagen weniger Musik zu tauschen. Bei den Leuten, die noch nie Musik heruntergeladen haben, zeigten sich drei von fünf so eingeschüchtert, dass sie angaben, niemals Filesharing betreiben zu wollen.
Die Studie [.pdf-Datei]
