Roboter-Leitkegel sollen Verkehr regeln
Ganze Herden an Roboter-Verkehrshütchen könnten künftig ausschwärmen, um Straßen zu sperren, Baustellen abzusichern oder den Verkehr umzuleiten.
Das könnte nicht nur dabei helfen, Zeit und Geld zu sparen, sondern soll vor allem die Menschen aus der Gefahrenzone nehmen.
Zu diesem Zweck hat ein US-Forscher selbst fahrende Leitkegel entwickelt, die via Computer gesteuert werden können.
Die neuen Signalkegel auf Rädern sollen die Straßen nach Angaben ihres Entwicklers schneller und wesentlich sicherer als Menschen absperren und wieder freigeben können.
Die Roboter-Warnhütchen wurden an der Universität von Nebraska-Lincoln von Shane Farritor entwickelt.
Robotic Highway Safety MarkersFormation via Kamera bestimmen
Die Warnhütchen müssen nur am Straßenrand ausgesetzt werden und können dann via Notebook aus einem mit spezieller Technik ausgerüsteten Lastwagen gesteuert werden.
Jede Roboterflotte besteht dabei aus einem "Leithütchen" oder Hirten, der mit einem GPS-Empfänger [Global Positioning System] ausgestattet ist, und einer variablen Anzahl an weniger teuren "dummen" Signalkegeln.
Eine Kamera, die am Lastwagen montiert ist, übermittelt dabei ein Bild der Straße an den Computer.
Mittels einer speziellen Software können die Baubetreiber dann einfach markieren, auf welchem Teil der Straße die Hütchen in welcher Formation ihre Positionen einnehmen sollen.
Schaffen 1,3 Meter pro Sekunde
Jeder Roboter-Leitkegel verfügt über zwei elektrische Motoren,
die von einer Zwölfvoltbatterie gespeist werden, welche die Räder
mit 20 Zentimeter Durchmesser antreiben. Sie schaffen dabei
Geschwindigkeiten von bis zu 1,3 Metern pro Sekunde und können sich
auch im Stand drehen.
Kurzes Demo-VideoGPS-Koordinaten per Funk an Hirten
Die Software berechnet dann die entsprechenden GPS-Koordinaten des Leithütchens und übermittelt diese dem Roboter per Funk.
Sobald der Hirte seine Position eingenommen hat, signalisiert er den anderen "Schäfchen" ebenfalls per Funk, wohin sie sich stellen sollen.
Durch Koppelnavigation, die Warnkegel messen zum Beispiel die Umdrehungen der Räder, nehmen diese dann die gewünschte Aufstellung ein.
Der Hirte überprüft anschließend die Formation seiner Schäfchen mittels eines laserbasierten Radars ["Lidar"] und korrigiert etwaige Fehler.
200 USD für einen "schlauen" Leitkegel
Noch kosten die Leitkegel-Prototypen 700 USD pro Stück, doch mit billigeren Motoren wollen die Forscher die Kosten auf etwa 200 USD senken. "Zu diesem Preis kann man es dann auch verschmerzen, wenn ein Roboter im Dienst getötet wird", so Entwickler Farritor.
