Virenflut hält auch im April an
Die britische Anti-Viren-Firma Sophos hat ihre "Top-Ten" der am meisten verbreiteten Viren für den Monat April vorgelegt, in der die "Netsky"-Familie klar dominiert und auch gleich die ersten fünf Plätze belegt.
Gleich vier Neueinsteiger schafften es zudem direkt unter die ersten Zehn: Neben Netsky-Q [5. Platz], Sober-F [6. Platz], Bagle-Zip [8. Platz] zeigte auch Netsky-T [10. Platz], dass neue Viren in kurzer Zeit eine weite Verbreitung finden können.
Als Ursache für den "Mannschaftserfolg" der Netskys gilt die Vermutung, dass der Autor den Virencode veröffentlicht hat. Dadurch können Nachahmer besonders leicht neue Varianten in die Welt setzten.
Die nächste Runde im Alphabet
Die "neuen" Viren und Würmer sind allerdings in der Regel nur minimal variierte, bereits bekannte Schädlinge, wobei Bagle und Netsky weiterhin fast gleichauf liegen:
So wurde "Netsky.Z" bereits am 23. April gemeldet, inzwischen gibt es schon die Varianten "A.A" und "A.B" und auch Bagle hat die neue Runde im Alphabet bereits begonnen, auch wenn die Varianten sich teilweise so ähnlich sind, dass in der Benennung Verwirrung entsteht und "Bagle.Z" teils eben auch auch als Varinate "A.A" geführt wird.
Zuletzt wich die Variante "Netsky.V" vom üblichen Schema der Wurm-Familie ab: Sie nutzt nach Angaben von Sophos Sicherheitslücken in Microsoft Windows aus und kann bereits beim einfachen Lesen der E-Mail aktiviert werden.
"Netsky" am Ende des Alphabets angelangtRekordjahr bereits sicher
Die anhaltende Wurmflut dürfte auf jeden Fall dafür sorgen, dass 2004 ein neues Rekordjahr in Sachen Virenverbreitung wird:
Die Wiener Anti-Viren-Firma Ikarus registrierte bereits in den ersten drei Monaten des Jahres ebenso viele große Virenattacken, wie im gesamten Jahr 2003. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, meint Ikarus.
Hauptgründe für die jüngsten Ausbrüche sind für Ikarus schlicht die stark steigende Nutzung und Abhängigkeit von elektronischer Kommunikation.
Auch die zahlreichen Sicherheitsupdates der Betriebsysteme bzw. deren Rückstand würden den Viren ausreichend Boden bieten. Zudem setze das erfolgreiche Abwehren der Angriffe immer besseres Wissen um die Gefahren voraus, das bei der Masse der Anwender zu oft nicht vorhanden sei.
Virenattacken bereits auf Stand von 2003
