Microsoft-User vor Dummheiten bewahren
Als neuestes Element seiner Sicherheitsoffensive, die vor zwei Jahren vom Konzerngründer Bill Gates eingeleitet wurde, will Microsoft zukünftig Nutzer des Betriebssystems Windows und des Office-Pakets durch Pop-ups auf kritische Einstellungen, Aktionen und Themen aufmerksam machen.
Auf der Messe "InfoSecurity" skizzierte Jonathan Perera, Chef der Sicherheitsabteilung von Microsoft, die neue Strategie, die auch durch Maßnahmen von PC-Herstellern flankiert werden soll.
Demnach sollen in zukünftigen Windows- und Office-Versionen automatisch Warnfenster erscheinen, wenn Nutzer eine Aktion ausführen wollen, die potentiell als unsicher eingestuft wird, wie etwa das Öffnen eines E-Mail-Anhangs.
Die Parole, die Gates 2002 in einem Memo an alle 47.000 Microsoft-Angestellten ausgab, lautet "Trustworthy Computing" und soll Sicherheit der MS-Produkte gegenüber "Hackern und Viren" zur Priorität machen.
Gates verkündet neuen MasterplanFreundlicher als Clippy
Microsoft hat allerdings schon negative Erfahrungen mit Elementen, die den Nutzer durch ein Programm führen sollen, gemacht:
Der Office-Assistent "Clippy", die "sprechende" Büroklammer, wurde von vielen Anwendern als nervig und eher nutzlos empfunden und daher auch nicht mehr per Default in Office XP übernommen.
Laut Perera hat man bei Microsoft aber aus dieser Erfahrung gelernt und will die neuen Warnfenster so "sachgerecht und wenig störend" gestalten, dass der Umgang mit ihnen "freundlich und intuitiv" wird.
Clippy ist totTeil eines Sicherheits-Pakets
Zusätzlich zu den neuen Warnfenstern soll im Juni auch das Service Pack 2 [Codename "Springboard"] neue Sicherheitsfunktionen für Windows XP bringen. Das Paket wird auch durch PC-Hersteller besonders unterstützt werden, die Käufer von Rechnern mit vorinstalliertem Windows auf die neuen Möglichkeiten besonders hinweisen sollen.
Nach der Installation von Service Pack 2 werden bestehende Nutzer zudem beim ersten Hochfahren ihrer Rechner dazu aufgefordert, den automatischen Download von Windows-Updates zu wählen, um immer am neuesten Sicherheitsstand zu sein.
Eine verbesserte Firewall soll gegen Angriffe aus dem Netz schützen, ein neues Feature namens "Windows Security Center" soll die Sicherheitsfeatures an einem Ort vereinen.
Service Pack 2 kommt im Juni
