02.05.2004

SICHERHEIT

Microsoft-User vor Dummheiten bewahren

Als neuestes Element seiner Sicherheitsoffensive, die vor zwei Jahren vom Konzerngründer Bill Gates eingeleitet wurde, will Microsoft zukünftig Nutzer des Betriebssystems Windows und des Office-Pakets durch Pop-ups auf kritische Einstellungen, Aktionen und Themen aufmerksam machen.

Auf der Messe "InfoSecurity" skizzierte Jonathan Perera, Chef der Sicherheitsabteilung von Microsoft, die neue Strategie, die auch durch Maßnahmen von PC-Herstellern flankiert werden soll.

Demnach sollen in zukünftigen Windows- und Office-Versionen automatisch Warnfenster erscheinen, wenn Nutzer eine Aktion ausführen wollen, die potentiell als unsicher eingestuft wird, wie etwa das Öffnen eines E-Mail-Anhangs.

Freundlicher als Clippy

Microsoft hat allerdings schon negative Erfahrungen mit Elementen, die den Nutzer durch ein Programm führen sollen, gemacht:

Der Office-Assistent "Clippy", die "sprechende" Büroklammer, wurde von vielen Anwendern als nervig und eher nutzlos empfunden und daher auch nicht mehr per Default in Office XP übernommen.

Teil eines Sicherheits-Pakets

Zusätzlich zu den neuen Warnfenstern soll im Juni auch das Service Pack 2 [Codename "Springboard"] neue Sicherheitsfunktionen für Windows XP bringen. Das Paket wird auch durch PC-Hersteller besonders unterstützt werden, die Käufer von Rechnern mit vorinstalliertem Windows auf die neuen Möglichkeiten besonders hinweisen sollen.

Nach der Installation von Service Pack 2 werden bestehende Nutzer zudem beim ersten Hochfahren ihrer Rechner dazu aufgefordert, den automatischen Download von Windows-Updates zu wählen, um immer am neuesten Sicherheitsstand zu sein.