Deutsche T mit durchwachsener Bilanz
Die Deutsche Telekom [DT] hat im ersten Quartal des Jahres 2004 trotz Zuwächsen beim Umsatz und beim operativen Ergebnis die Erwartungen der Analysten nicht erfüllt.
Die DT teilte am Donnerstag vor Börsenöffnung in Bonn mit, der Umsatz habe im Vergleich zum Vorjahresquartal um 2,7 Prozent auf 14,0 Milliarden Euro zulegt. Dabei profitierte der größte europäische Telekom-Konzern vor allem vom Wachstum im Mobilfunk.
Auch das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis legte im Jahresvergleich um 2,4 Prozent auf 4,585 Milliarden Euro zu. Nach Abzug der Steuern seien im Quartal 169 Millionen Euro als Konzernergebnis verblieben. Im Vorjahresquartal hatte das Nachsteuerergebnis 853 Millionen Euro betragen, da der Konzern Steuervorteile nutzen konnte und sich von Beteiligungen trennte.
Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt höhere Zuwächse prognostiziert. Bei einem Umsatzanstieg auf 14,12 Milliarden Euro hatten sie mit einem Überschuss von 334 Millionen Euro gerechnet. Als EBITDA hatten die Experten 4,64 Milliarden Euro vorhergesagt. Damit hätte sich ein deutliches Wachstum über dem Branchendurchschnitt ergeben.
2003: Trotz Mautdebakels in der GewinnzoneT-Mobile hinter den Erwartungen
Vor allem die Mobilfunksparte blieb trotz der Umsatzzuwächse beim operativen Ergebnis hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Negativ wirkte sich im Jahresvergleich der starke Euro zum Dollar und zum Pfund aus.
Besser als von Analysten prognostiziert entwickelte sich allerdings die im Konzern dominierende Festnetz-Sparte T-Com, deren um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA lediglich um 1,2 Prozent auf 2,641 Milliarden Euro sank. Die Sparte leidet unter Preisdruck durch Wettbewerber und sinkende Verbindungsumsätze. Diese negativen Einflüsse können nur zum Teil durch höhere Anschlussgebühren ausgeglichen werden.
Für das Gesamtjahr bekräftigte die DT ihre Erwartung, ein um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis von 19,2 Milliarden Euro erreichen zu wollen. Der Kapitalmittelüberschuss soll weiterhin mindestens sechs Milliarden Euro betragen.
