Roboter meistert Faltkunst Origami
Ein Doktorand der US-Universität Carnegie Mellon hat einen Roboter entwickelt, der die japanische Papierfaltkunst Origami beherrscht.
Was auf den ersten Blick als eine relativ simple Aufgabe scheint, erweist sich auf den zweiten Blick jedoch als große Anforderung an den Maschinenbauer.
"Weil ein fünfjähriges Kind bereits Origami-Figuren erlernen kann, gehen wir davon aus, dass es ein simpler Prozess ist. Aber die dazu notwendigen Bewegungen sind recht komplex", meint Devin Balkcom.
als Teilgebiet der Mechanik, um die notwendigen Bewegungen zu erfassen und den Grundstoff Papier gleichzeitig als flexibel und rigide behandeln zu können.
Roboter, die bereits in der Fertigungsindustrie eingesetzt werden, seien üblicherweise darauf programmiert, vor allem mit starren Materialien zu arbeiten, so Balkom weiter. Die Flexibilität des Papiers stelle daher ein signifikantes Problem dar.
Flexibler Roboterarm als HaushaltshilfeSaugglocke zum Papieraufheben
Balkom baute seinen Origami-Roboter mit einem Roboterarm des Herstellers Adaept. Der Roboter benutzt eine kleine Saugglocke, um das Papier anzuheben und richtig zu platzieren.
Dann senkt sich ein Lineal und presst das Papier in eine Rinne, um damit die notwendige Falte zu erzeugen. Die Methode ist jedoch weniger präzise als wenn das Papier von Hand gefaltet wird.
Für Balkom dient der Roboter zu Erforschung der Komplexität menschlicher Bewegungen und der Möglichkeiten, diese Fertigkeiten auch Robotern beizubringen.
"Menschen machen wirklich nette Dinge mit ihren Händen. Können wir den Robotern sie auch beibringen? Wenn nicht ? können wir die Robotern wenigstens lehren zu verstehen, wie Menschen das tun??
Robotic origami folding
