Mobilkom-Betriebsrat sauer auf Vorstand
Die Kündigung eines Fünftels der Belegschaft des drittgrößten österreichischen Mobilfunkanbieters One sorgt in der Branche für Unruhe.
Nachdem vergangenen Freitag der Marketingchef des Marktführers Mobilkom Austria, Hannes Ametsreiter, einen Mitarbeiterabbau nicht dezitiert ausschließen wollte, kritisierte am Montag der Mobilkom-Betriebsrat die seiner Meinung nach "aus der Luft gegriffene Verunsicherung der Belegschaft".
Das Unternehmen sei schließlich "der erfolgreichste Mobilfunkbetreiber Österreichs", so der Zentralbetriebsratsvorsitzende Alexander Weimann in einer Pressemitteilung.
Mitarbeiterzahl "nach Plan"
Ametsreiter hatte auf einer Pressekonferenz vergangen Woche auf
die Frage zu einer möglichen Personalreduktion gemeint: "Unsere
Mitarbeiterzahl entwickelt sich nach Plan laut unserem Budget". Wie
dieser Plan aussehe, wollte er trotz Nachfrage nicht verraten.
"Massaker bei Mobilfunkern geht weiter"Er warnte jedenfalls davor, dass die Tarifschlacht am Mobilfunkmarkt "volkswirtschaftliche Auswirkungen" habe und "Werte zerstöre". Die Mobilkom Austria gilt als die Cash Cow des börsenotierten Telekom Austria-Konzerns, dem sie zu 100 Prozent gehört.
Der zweitgrößte heimische Anbieter T-Mobile hatte vergangenen Freitag erklärt, dass er keinen aktiven Personalabbau plane, aber 200 Posten im Jahr, die durch Personalfluktuation frei würden, nicht nachbesetze.
Die Mobilkom Austria beschäftigt rund 2.300 Mitarbeiter, T-Mobile ca. 1.800, One derzeit noch 1.100 und tele.ring 600 Personen. UMTS-Anbieter "3" hat nach Eigenangaben knapp über 500 Beschäftigte.
