Bedenken gegen Mobilfunk-Verzeichnis
Das geplante Verzeichnis für Mobilfunknummern in den USA stößt neben Kritik der Datenschützer auch auf politische Widrigkeiten.
Die Cellular Telecommunications and Internet Association [CTIA] plant ein Nummernverzeichnis zu erstellen, dass bis zu 75 Prozent der 163 Millionen in den USA genutzten Handynummern enthält. Mobilfunker Verizon hat bereits angekündigt, dabei nicht mitzumachen.
Der Republikaner Joseph Pitts will nun dazu ein Hearing im US-Kongress einberufen. Es seien bereits viele Versprechungen bezüglich des Verzeichnisses gemacht worden, so Pitts. Doch es scheine ebenso noch viele unbeantwortete Fragen darüber zu geben, ob die Mobilfunker das Recht hätten, ihre Kunden ohne deren Einwilligung oder Zustimmung auf einer solchen Liste anzuführen.
Datenschützer befürchten, dass die Kunden durch eine zentrale Liste weniger Schutz gegen ungewollte Werbung und Telemarketer haben.
USA gegen TelemarketerDatenschutz oder Kundenverlust
Ein Sprecher der CTIA sagte, dass ein solches Hearing unnötig sei. In einem Markt mit derart hohem Wettbewerb bliebe den Anbietern gar nichts anderes übrig, als die Daten seiner Kunden zu schützen. Ansonsten würde er sie an seine Mitbewerber verlieren.
Zudem würde die landesweite Do-not-Call-Liste den Kunden ermöglichen, ihre Nummer gegen unerwünschte Werbeanrufe zu schützen.
