"Schlaues" Projektil als Datensammler
Wissenschaftler an der Universität Florida haben nun ein "schlaues" Projektil entwickelt, das Informationen über ein getroffenes Objekt sammelt und dann drahtlos übermittelt.
Das Projektil hat einen Durchmesser von 1,7 Zentimetern und wird mit einer herkömmlichen Paint-Ball-Kanone abgefeuert.
Die Vorderseite ist mit einem haftenden Polymer überzogen, so dass das Geschoss am Ziel kleben bleibt. Im Inneren der verlängerten Patrone ist ein Sensor, ein Funksender und eine Batterie.
Damit können Daten auf eine Entfernung von bis zu 70 Metern übermittelt werden.
Das Projektil ist zudem wiederverwendbar, da es mittels eines komprimierten Gases aus der Pistole getrieben wird.
Mehr zu den "Sticky Sensors"Zur Sprengstoff-Suche
Der Waffenhersteller Lockheed Martin unterstützte das Projekt finanziell und hofft, den Sensor im Bereich der Sprengstoff-Suche einsetzen zu können.
"Man könnte das Projektil einfach aus der Ferne auf einen verdächtigen Gegenstand abfeuern und dann ermitteln, ob TNT [Trinitrotoluol] ausdringt," so Leslie Kramer von Lockheed Martin.
Doch Colin King, Autor des Fachmagazins "Jane's Explosives Ordinance Disposal" bezweifelt ein Gelingen: "Um Explosiva auszumachen benötigt man viel mehr Ausrüstung. Ich bezweifle, dass das in dem Projektil unterzubringen ist." King könnte sich eher eine Anwendung in der Überwachung vorstellen.
Derzeit haben die kleinsten erhältlichen Sprengstoff-Detektoren die Größe eines Handhelds. Viele Hersteller arbeiten an einer weiteren Miniaturisierung.
