Anwälte profitieren von MS-Klagen
Von den laufenden Sammelklagen gegen den Softwarekonzern Microsoft in mehreren US-Staaten profitieren vor allem die Anwälte.
Wie in Kalifornien erklärte sich Microsoft auch in Minnesota bereit, Käufer zu entschädigen, weil der Preis für seine Software Windows, Word und Excel angesichts der marktbeherrschenden Stellung möglicherweise überteuert war.
In Kalifornien zahlte Microsoft insgesamt 1,1 Mrd. USD an 14 Mio. Kunden. Umgerecht auf die Größe Minnesotas läge die Summe zwischen 79 und 159 Mio. USD, je nachdem, ob mit der Größe des Staates oder der Zahl der Kläger gerechnet wird, wie "Star Tribune" berichtete.
Die genaue Summe wird das Gericht voraussichtlich im Juli festlegen. Hinzu kommt noch jeweils das Honorar für die Anwälte. In Kalifornien fordern sie von Microsoft 258,4 Mio. USD. In Minnesota wären es umgerechnet 18,5 bis 37 Mio. USD.
Microsoft erzielt Einigung mit MinnesotaBis zu einem Drittel
Die Klägeranwälte verweisen darauf, dass sie in Kalifornien 23 Prozent der Einigungssumme als Honorar verlangen. Bei vergleichbaren Kartellrechtsklagen seien 33 Prozent oder mehr üblich. Microsoft hat die Forderung der Anwälte in Kalifornien angefochten.
