Weg frei für weiteren TA-Verkauf
Mit dem heutigen Tag hat die Staatsholding ÖIAG wieder freie Hand für Verkäufe weiterer Anteile an der börsenotierten Telekom Austria [TA].
Am 31. Mai lief die gut viermonatige Behaltefrist, nach dem Totalausstieg der Telecom Italia [TI] aus Österreichs größter Telefongesellschaft im Jänner in Kraft gesetzt, ab.
Bis Jahresende will sich die ÖIAG auf eine Sperrminorität von 25,2 Prozent zurück ziehen.
Über eine Börsenplatzierung soll ein Aktienpaket von 17 Prozent, derzeit rund eine Milliarde Euro wert, vor allem an institutionelle Investoren verkauft werden.
ÖIAG verkauft weitere 17 Prozent der TAKein Zeitdruck
Ob die ÖIAG schon im Juni verkauft oder zu einem späteren Zeitpunkt, ist vorerst offen.
"Wir haben bis Ende des Jahres Zeit zu verkaufen", so ÖIAG-Pressesprecherin Anita Bauer. Man habe keinen Zeitdruck.
"Wir beobachten jetzt das Börsenumfeld", das zuletzt nicht das allerbeste gewesen sei. "Unter Wert werden wir nicht verkaufen", so Bauer.
Nach dem Hoch von 12,70 Euro in der ersten April-Hälfte hat die TA-Aktie seither über 10 Prozent an Wert eingebüßt.
Heimische Analysten hatten zuletzt gemeint, nach Auslaufen der Behaltefrist könnte zügig privatisiert werden. Wann tatsächlich verkauft werde, hänge freilich von der Verfassung der Märkte ab.
TA-Privatisierung verläuft nach Plan
