Cable & Wireless auf Erholungskurs
Der britische Telekommunikationskonzern Cable & Wireless sieht sich nach dem kräftigen Abbau seiner Milliardenverluste auf Erholungskurs.
Wie das Unternehmen am Mittwoch in London mitteilte, schrumpfte der Verlust im Geschäftsjahr 2003/04 [per 31. März] von umgerechnet 9,8 auf 0,36 Mrd. Euro.
Der Vorstandsvorsitzende Francesco Caio führte dies auf umfassende Restrukturierungsmaßnahmen und den Ausstieg aus dem US-Geschäft zurück. Er sei in dem Glauben bestärkt, "dass wir eine blühende Zukunft vor uns haben können", sagte Caio.
Umsatz verringert
Das Ergebnis vor Steuern und Sonderposten stieg im vergangenen
Jahr von 119 auf 477 Millionen Euro. Der Umsatz verringerte sich
hingegen von 5,5 auf 5,1 Milliarden Euro.
Cable & Wireless will in Europa wachsenIn Großbritannien baute C&W 1100 Stellen ab. Ziel sei nun ein Wachstum im Heimatmarkt und die Expansion im Ausland in kleineren Ländern. C&W hatte auf dem Höhepunkt des Internet-Booms Milliarden investiert, um die Internet- und E-Mail-Dienste für internationale Großkonzerne übernehmen zu können.
Der Konzern hatte erst vor wenigen Wochen angekündigt, nach der Trennung von dem verlustreichen US-Privatkundengeschäft seine Aktivitäten in Deutschland zu verstärken.
Weltweit hat C&W 17.000 Mitarbeiter. C&W stellt für Großunternehmen unter anderem die Infrastruktur für Datendienstleistungen bereit und bietet Mobilfunkbetreibern Sprachdienste an.
