02.06.2004

COOP

Zusammenschluss soll Unix stärken

Sun Microsystems, Siemens und Fujitsu wollen gemeinsam die nächste Generation von Computern auf der Grundlage von SPARC- Prozessoren und dem Unix-Betriebssystem Solaris entwickeln.

Der CTO von Fujitsu Siemens in Deutschland, Joseph Reger, sagte am Dienstag, damit könnten die drei Firmen stärker gegenüber ihren beiden größten Rivalen im Bereich der Unix-Systeme auftreten - Hewlett-Packard [HP] und IBM.

Forschung und Entwicklung werden zusammengelegt

Sun-Chef Scott McNealy sagte, die Firmen würden ihre Forschung und Entwicklung zusammenlegen. Die Rechner selbst würden jedoch weiterhin unter den jeweiligen Firmennamen verkauft.

Ein Sprecher von Fujitsu sagte in Tokio, durch die Zusammenarbeit würden die Kosten vermutlich halbiert. "Um bei Unix Klassenbester zu sein, mussten wir etwas mit Solaris und SPARC machen, denn auf dem Markt wurde deren Überlebensfähigkeit in Frage gestellt", sagte Reger.

Fujitsu verkauft in einem Joint Venture mit Siemens Server mit SPARC-Chips sowie Großrechner und Computer mit Windows als Betriebssystem. Das Gemeinschaftsunternehmen ist einer der größten Computerhersteller Europas.

Druck durch Linux

In den vergangenen Jahren ist Sun durch Systeme auf der Grundlage des frei verfügbaren und mit Unix verwandten Betriebssystems Linux in Kombination mit Intel-Prozessoren unter Druck geraten. Während IBM und HP sich im großen Stil bei Linux engagieren, konzentriert sich Sun weiter auf Unix.