Hollywood kämpft weiter gegen Filesharing
Die US-Filmindustrie hat im Kampf gegen Filesharing eine weitere Klagewelle losgelassen: Diesmal sind nicht Tauschbörsennutzer im Viser, sondern ausschließlich Server-Betreiber und Hosts von Tracker-Sites der P2P-Software BitTorrent, die die Verbreitung von Filmen unterstützen.
Laut MPAA [Motion Picture Association of America]-Chef John Malcolm richten sich die Klagen an über 100 Server-Betreiber in den USA und Großbritannien.
"Diese Leute sind weder innovativ noch unschuldig. Sie sind Parasiten, die die Kreativität anderer Leute ausnützen", so Malcolm auf einer Pressekonferenz in Washington.
Laut Traffic-Forscher CacheLogic wird BitTorrent bereits für die Hälfte aller Filesharing-Aktivitäten verwendet.
BitTorrent bereitet Hollywood SorgenSteigende Beliebtheit nach Klagewelle
Malcolm kündigte weiters an, dass ähnliche Aktionen auch gegen Betreiber von DirectConnect- und eDonkey-Servern geplant seien. Technologien wie BitTorrent, die den Transfer großer Dateien vereinfachen, bereiten Hollywood bereits seit längerem Kopfzerbrechen.
BitTorrent und eDonkey haben stark an Popularität gewonnen, nachdem die Musikindustrie im vergangenen Jahr gegen Nutzer von Tauschprogrammen wie Kazaa, Morpheus und Grokster vorging.
Mit Klagen gegen Kazaa, Morpheus und Grokster sind die US-Musik- und Filmindustrie aber bis jetzt gescheitert. Der Fall wird nun vor dem Obersten Gerichtshof behandelt.
US-Filmindustrie lässt erste Klagewelle los
