Intels Triumph in Europa
Mit einem düsteren Ausblick des Branchenersten im Juli 2004 hatte der Abschwung des Chipsektors begonnen - der pessimistische Outlook Intels hatte die Branche damals regelrecht schockiert. Nun sieht alles danach aus, dass der Weltmarktführer wiederum als Erster richtig für die neue Situation aufgestellt ist.
Besonders gut hat sich Intel justament dort geschlagen, wo Herausforderer AMD mit seiner größten Fertigungsstätte [Dresden] vertreten ist: in Europa.
Das Geschäft Intels ist in Österreich im Bereich mobile Kommunikation 2004 um das Viereinhalbfache gewachsen, das Channel-Geschäft um 22 Prozent gestiegen und der Motherboard-Sektor hat sich verdoppelt, sagte der Chef von Intel Deutschland, Hannes Schwaderer, am Mittwoch.
Damit zähle Österreich beim Mobile Computing im internationalen Vergleich zu den Vorreitern. Das treffe auch auf den Einsatz der neuesten 64-Bit-Technologie zu.
Intels RekordquartalDeutschland: Intel über alles
Dass Intel weltweit im 4. Quartal 2004 einen Rekordumsatz hinlegte, während Verfolger AMD eine Gewinnwarnung ausgeben musste, sieht Schwaderer als Produkt des "massiven Investitionsprogrammes" der Jahre 2001 bis 2004.
"Gerade in den drei schwierigsten Jahren haben wir massiv in neue Produktionsverfahren und Produkte investiert", sagte Intels Deutschland-Chef. Damit habe das Unternehmen den Grundstein gelegt, um weiterhin wirtschaftlich große Mengen produzieren zu können.
Deutschland sei für Intel derzeit der weltweit erfolgreichste Markt sowohl für den Server-Prozessor Itanium als auch im mobilen Bereich, sagte Schwaderer. Deutlich spürbar sei derzeit, dass im Mittelstand wieder investiert werde.
AMDs GewinnwarnungNeuer Centrino demnächst
Als sehr erfolgreich habe sich die Centrino-Technologie erwiesen. Sie habe wesentlich dazu beigetragen, dass der Bereich mobile Kommunikation konzernweit im vergangenen Jahr um 61 Prozent gewachsen sei. In den nächsten Tagen will Intel eine neue Leistungsklasse beim Centrino-Chip vorstellen.
Im Geschäftsfeld Speicherkarten für Smartphones habe man wieder die Nummer eins erobern können, das sei auch ein "sehr lukrativer Markt", so der Intel-Chef für den deutschsprachigen Raum. Hier habe man im Konzern die Bruttomarge von 57 auf 57,7 Punkte steigern können, heuer soll der 58-Punkte-Wert geknackt werde.
Im Juli hatte Intel den Markt regelrecht schockiert. Dass der Gewinn im zweiten Quartal 2004 verdoppelt wurde, hatten die Analysten erwartet. Die Reduzierung der Bruttogewinnmargen-Prognose und ein insgesamt durchmischter Ausblick überraschten den Markt und schickten die Technologiewerte vorübergehend in den Keller
Intel-Zahlen als Schock
