12.01.2005

QUARTAL VIER

Intels Triumph in Europa

Mit einem düsteren Ausblick des Branchenersten im Juli 2004 hatte der Abschwung des Chipsektors begonnen - der pessimistische Outlook Intels hatte die Branche damals regelrecht schockiert. Nun sieht alles danach aus, dass der Weltmarktführer wiederum als Erster richtig für die neue Situation aufgestellt ist.

Besonders gut hat sich Intel justament dort geschlagen, wo Herausforderer AMD mit seiner größten Fertigungsstätte [Dresden] vertreten ist: in Europa.

Das Geschäft Intels ist in Österreich im Bereich mobile Kommunikation 2004 um das Viereinhalbfache gewachsen, das Channel-Geschäft um 22 Prozent gestiegen und der Motherboard-Sektor hat sich verdoppelt, sagte der Chef von Intel Deutschland, Hannes Schwaderer, am Mittwoch.

Deutschland: Intel über alles

Dass Intel weltweit im 4. Quartal 2004 einen Rekordumsatz hinlegte, während Verfolger AMD eine Gewinnwarnung ausgeben musste, sieht Schwaderer als Produkt des "massiven Investitionsprogrammes" der Jahre 2001 bis 2004.

"Gerade in den drei schwierigsten Jahren haben wir massiv in neue Produktionsverfahren und Produkte investiert", sagte Intels Deutschland-Chef. Damit habe das Unternehmen den Grundstein gelegt, um weiterhin wirtschaftlich große Mengen produzieren zu können.

Neuer Centrino demnächst

Als sehr erfolgreich habe sich die Centrino-Technologie erwiesen. Sie habe wesentlich dazu beigetragen, dass der Bereich mobile Kommunikation konzernweit im vergangenen Jahr um 61 Prozent gewachsen sei. In den nächsten Tagen will Intel eine neue Leistungsklasse beim Centrino-Chip vorstellen.

Im Geschäftsfeld Speicherkarten für Smartphones habe man wieder die Nummer eins erobern können, das sei auch ein "sehr lukrativer Markt", so der Intel-Chef für den deutschsprachigen Raum. Hier habe man im Konzern die Bruttomarge von 57 auf 57,7 Punkte steigern können, heuer soll der 58-Punkte-Wert geknackt werde.