01.03.2005

OSTÖSTERREICH

Digitales Pager-Netz für Blaulicht-Funk

Nach Einstellung des ÖPR genannten [Öffentlicher Personen Ruf] analogen Pager-Dienstes der Telekom im Jahr 2002 waren die Rettungskräfte gezwungen, auf das überalterte eigene Funknetz oder auf Handys auszzuweichen.

Nun wird ein neues flächendeckendes Pagernetz unter dem Projektnamen "Digitalpaging SPS Austria" aufgebaut.

Das erste satellitenbasierende Pagingnetz Österreichs nach dem Standard POCSAG [Post Office Code Standardization Advisory Group] wird bis Sommer 2005 flächendeckend in ganz Niederösterreich, Wien und Teilen des Burgenlandes aufgebaut sein.

Der vor gut dreißig Jahren definierte POCSAG Standard definiert das zum Encoden benutzte Format und die Übertragungs-Standards. Die Modulation erfolgt durch durch binäres Frequency Shift Keying [FSK] um plus oder minus 4,5 Khz im so genannten NRZ-Verfahren: die höhere Freqenz ist Null, die niedrigere ist eins. Die Übertragungsraten belaufen sich von 512 bit/sec pro Sekunde bis 2400 bit/sec.

Flächendeckend in Ostösterreich

Über das Pagernetz werden täglich bis zu 3.800 Einsätze für Rettungsfahrzeuge und Notarztwagen vom Arbeitersamariterbund und Rotem Kreuz Niederösterreich, sowie die Christophorus-Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flotte alarmiert. Aufgrund der Übermittlung via Satellit kann die Alarmierung sehr rasch erfolgen.

Da das Pagernetz auch über externe Schnittstellen unabhängig vom Einsatzleitsytsem angesteuert werden kann und genügend Kapazität vorhanden ist, wird es auch externen Kunden und Firmen angeboten.