Filmregisseure setzen auf 3D-Technologie
Das dreidimensionale Kinovergnügen soll nach seiner erstmaligen Einführung in den 50ern und einem kurzzeitigen Revival in den 80er Jahren nun endgültig zum Standard werden, wenn es nach Starregisseuren wie Lucas und James Cameron geht.
Auf der Showest, der größten jährlichen Versammlung der Filmindustrie, setzten sich die Filmemacher für den Umstieg auf digitales Kino und eine Post-Produktion-Software ein, die zweidimensionale Filme in 3D konvertiert.
Diese können dann durchaus in regulären Kinos gezeigt werden und benötigen dafür nicht mehrere Projektoren, wie das etwa bei IMAX-Filmen der Fall ist.
Lucas erklärte dabei, er wolle alle sechs Teile von "Star Wars" in dem neuen 3D-Format herausbringen. "Um ehrlich zu sein: Es sieht besser aus als das Original", versprach Lucas den Kinobetreibern auf dem Branchentreff.
Nach langem Hin und Her einigte sich die US-Filmindustrie im September auf einen Standard für digitales Kino.
Digitales Kino erhält neuen StandardWeniger Aufwand für Filmemacher
Entwickelt von dem kalifornischen Unternehmen In-Three konvertiert das neue Programm "Dimensionalized 3D" den Film in zwei geringfügig versetzte Bilder, für jedes Auge eines. Auch hier müssen die Zuschauer eine spezielle Brille aufsetzen, die das Gehirn austrickst und die zwei Bilder als eines wahrnehmen lassen.
Weil die Regisseure großes Interesse haben, alte Filme in 3D wieder aufzulegen, versuchten sie die Kinobetreiber auf der Showest zum Umstieg von Filmprojektoren auf digitale Geräte zu überzeugen. Diese könnten ohne großen Geldaufwand für die Ausstrahlung von 3D-Filmen modifiziert werden.
Derzeit ist das Drehen von 3D-Effekten für die Filmemacher sehr mühsam, weil sie dabei Dual-Kameras einsetzen müssen.
"Ich kann in keinem anderen Format mehr drehen", erklärte "Titanic"-Regisseur Cameron, der gerade den Science-Fiction-Film "Battle Angel" in 3D aufnimmt. "Ich bin mir sicher, dass 3D die Zukunft ist."
Lucas zeiet auf der Showest einen 3D-Auszug aus "Star Wars: Episode II - Attack of the Clones". Das Publikum zeigte sich von der Bildtiefe begeistert.
In-ThreeErstmals Live-3D
Anderwertig wird die 3D-Technologie bereits auf das nächste Level gebracht.
Forscher des Fraunhofer Heinrich-Hertz-Instituts für Nachrichtentechnik [HHI] entwickelten eine neue Technik entwickelt, mit der unbequeme 3D-Brillen und Datenhelme bald der Vergangenheit angehören könnten.
Die Aufnahmen werden dabei von einer speziellen Stereokamera direkt auf einen 3D-Monitor übertragen, Menschen und Gegenstände wirken, als schwebten sie, ähnlich wie bei einem Hologramm, frei vor dem Bildschirm.
Um die Live-Darstellung zu ermöglichen, erfasst eine Stereokamera Objekte aus verschiedenen Blickwinkeln. Die Bilder werden von einer Software kombiniert und auf das "Free2C-Display" übertragen.
Fraunhofer zeigt Live-Darstellung in 3-D
