Microsofts Pläne für die Autowelt
Der Schleier um die zuletzt als "Tbox" kolportierte Telematik-Box von Microsoft lüftet sich langsam.
Dies sei ein interner Codename, so Microsoft Deutschland gegenüber futurezone.ORF.at, der Markenname sei in Europa beispielsweise gar nicht möglich, da bereits die Deutsche Telekom den Namen für eines ihrer Produkte verwende.
An Funktionen sollen drei Ausbaustufen angeboten werden. Stufe eins enthält eine Freisprecheinrichtung für Handys via Bluetooth sowie eine Abspielmöglichkeit von Musik, die über USB an die Einheit geliefert wird.
Dabei sei ein USB-Stick genauso möglich wie der Anschluss eines Musik-Players wie Apples iPod oder jedes andere Gerät. Der notwendige USB-Steckplatz könne beispielsweise im Handschuhfach liegen. CDs kann das Gerät nicht abspielen.
Fiat wird, voraussichtlich ab Mitte 2006, bei seinen neuen Modellen die Telematik-Box im Angebot haben. Diese wird direkt ins Auto integriert und ist für den Fahrer nicht sichtbar. Eine Nachrüstmöglichkeit soll es nicht geben.
Fiat holt Microsoft ins AutoAutomatische Diagnosemöglichkeit
Als zweite Stufe sei die Möglichkeit eines GPS-Empfänger vorgesehen, der die für Navigationssysteme notwendigen Standortdaten liefert. Die dritte Stufe sieht die Integration eines Telefons vor.
Während die Navigation auch über PDAs gesteuert werden kann, werden Infos zu Musiktiteln o.ä. in einem im Cockpit integrierten Display Multifunktionsdisplay angezeigt. Die Steuerung wie Titelanwahl passiere entweder über die Funktionstasten am Lenkrad oder über Sprache [Ein- und Ausgabe].
Da die Box direkt im autointernen Netzwerk hänge, können die Autohersteller auch automatische Diagnosefunktionen integrieren, so Jürgen Za von Microsoft Automotive Europe. So könne das System Grenzwerte überwachen und bei etwaigem Übersteigen den Hersteller automatisch über das integrierte Telefon informieren.
Wie und ob dafür die Zustimmung des Fahrers eingeholt wird, liege im Entscheidungsbereich der Autobauer, so Za.
Prinzipiell werde Microsoft als Plattform-Lieferant und Lösungs-Anbieter auftreten und nicht die dafür notwendige Hardware liefern, dies liege im Zuständigkeitsbereich der Automobilhersteller, so Za weiter. Microsoft verdiene an den Lizenzen und dem Verkauf der Software, hier Windows CE. Auch andere Hersteller könnten ein solches System anbieten.
Microsofts Windows für die Autowelt
