Mobile Sicherheit rückt in den Vordergrund
Zwar läuft man zurzeit noch kaum Gefahr, auf einen Handyvirus in freier Wildbahn zu treffen.
Doch neue Features wie das Abspielen von Musik und Videos sowie Bezahlfunktionen erhöhen auch den Bedarf an zusätzlicher Sicherheitssoftware auf dem Mobiltelefon.
Schon jetzt bieten einzelne Anti-Virus-Hersteller Virenschutzprogramme für Handys an, umfassende Sicherheitspakete werden in wenigen Jahren erwartet.
Aber auch die bessere Information der Handyuser ist gefragt.
Ein Sicherheitsbericht von IBM sieht Viren und Würmer dieses Jahr ebenfalls über Handhelds, Handys und Funknetzwerke herfallen.
Mobile Geräte vermehrt Ziel von AngriffenAufmerksamkeit der Nutzer steigern
"Die meisten Menschen machen keine Sicherheitskopien ihrer Daten und Programme auf dem Mobiltelefon", so die Symbian-Sprecherin Marit Doving. Symbian ist das häufigste Betriebssystem für Handys und daher auch Hauptangriffsziel der neuen Viren.
Wichtig sei aber vor allem die Information der Handyuser. "Es ist ein wenig wie wenn jemand an der Haustür klingelt", so Doving. "Sie würden eine Person, die sich nicht vorstellt, nicht hereinbitten." Beim Handy sei es ebenso.
Die rasche Verbreitung von neuen Features mache aber auch Sicherheitssysteme notwendig.
Der Chiphersteller Arm entwickelt derzeit ein Hardware-basiertes System namens Trustzone, das wie ein Aufpasser für die Software agiert.
Das Trustzone-System kontrolliert alles, was die Software am Handy macht und erlaubt nur bestimmten Programmen, wesentliche Systemänderungen vorzunehmen. So hat beispielsweise Software, die via Bluetooth installiert wird, nur beschränkte Rechte.
ARM Trustzone
