Infineon dreht ins Minus
Der Münchener Chiphersteller Infineon hat im zweiten Quartal seines Geschäftsjahres ein Minus von 114 Millionen Euro eingefahren. Im selben Zeitraum vor einem Jahr hatte noch ein Konzernüberschuss von 39 Millionen Euro gestanden, wie Infineon am Dienstag in München mitteilte.
Der Umsatz ging gegenüber dem Vorquartal um zwölf Prozent auf 1,61 Milliarden Euro zurück. Das lag nach Angaben des Unternehmens vor allem an Problemen in den Bereichen Kommunikation und Speicherchips. Infineon erwartet nach eigenen Angaben auch im dritten Quartal keine wesentliche Steigerung der Nachfrage.
Das Unternehmen werde sich daher darauf konzentrieren, die Kosten zu senken und nicht profitable Bereiche zu restrukturieren, erklärte Vorstandschef Wolfgang Ziebart.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres wuchs der Umsatz von Infineon gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht um vier Prozent auf 3,42 Milliarden Euro. Der Konzern erwirtschaftete einen Überschuss von 28 Millionen Euro gegenüber 73 Millionen Euro im vorausgegangenen Jahr.
Ziebart will bei Infineon aufräumen
