Größter Aktienrückkauf in IBMs Geschichte
IBM plant den größten Aktienrückkauf in der Geschichte des Unternehmens. Der Verwaltungsrat der International Business Machines Corp hat heute dafür fünf Milliarden Dollar genehmigt. Zugleich wurde eine Erhöhung der Quartalsdividende angekündigt.
Erst vor zwei Wochen hatte IBM für das erste Quartal einen Gewinn gemeldet, der Analysten und die Technologiebranche enttäuscht hatte. IBM verdiente 1,4 Mrd. Dollar. Der Gewinn pro Aktie wurde mit 84 [Vorjahresvergleichszeit: 79] Cent ausgewiesen. Aus dem laufenden Geschäft fiel ein Gewinn von 85 Cent je Aktie an. Die Wall Street hatte auf dieser Basis aber mit 90 Cent Gewinn je Aktie gerechnet. IBM erhöhte dennoch die Quartalsdividende um elf Prozent auf 20 Cent je Aktie. Auf dem New Yorker Aktienmarkt stieg der IBM-Kurs am Dienstag zwischenzeitlich um zwei Prozent auf 76,10 Dollar.
IBM machte "schlechte wirtschaftliche Bedingungen" vor allem in Deutschland, aber auch Italien, Frankreich und Japan sowie Probleme bei dem Abschluss von kurzfristigen Dienstleistungsverträgen für das schlechte Abschneiden verantwortlich.
IBM schockt mit schlechten ZahlenStellenabbau in Deutschland
In Deutschland, wo die Geschäfte IBMs ausnehmend schwach verlaufen sind, gibt es bereits Konsequenzen. Rund 750 Mitarbeiter des Computerkonzerns IBM haben am Dienstag vor der Deutschland-Zentrale in Stuttgart gegen einen Abbau der Arbeitsplätze protestiert. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di waren die Teilnehmer der Kundgebung mit dem ver.di-Bundesvorsitzenden als Hauptredner aus ganz Deutschland an den Neckar gekommen.
Die Standorte in Schweinfurt und Hannover mit rund 600 Stellen sollen Ende September geschlossen werden. Die Gewerkschaft befürchtet aber im Zuge der Umstrukturierung des Gesamtkonzerns einen viel drastischeren Arbeitsplatzabbau in Deutschland. Das könnte bis zu 8.000 der rund 27.000 Stellen bei IBM Deutschland betreffen.
