Eltern sollen Internet-Nutzung fördern
Eltern, die ihren Kindern die Nutzung des Internets nicht rechtzeitig näher bringen, könnten deren Bildung und damit die Jobaussichten bremsen.
Dieser Meinung sind britische Wissenschaftler, die in einer am Donnerstag präsentierten Studie zu dem Schluss kommen, dass viele Eltern dafür nicht über die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
In einem zweijährigen Projekt wurden 1.511 Neun- bis 19-Jährige und 900 Elternteile zu dem Thema befragt. Rund 20 Prozent der Eltern gaben dabei an, dass sie nicht über das nötige Wissen verfügen, um ihre Kinder entsprechend zu schulen.
Immer mehr und immer jüngere Kinder besitzen einen eigenen Computer. Bereits Kleinkinder wissen durch PC-Spiele, wie man mit einer Maus umgeht, mit dem Erlernen von Lesen und Schreiben wird zudem das Internet interessant.
Medienerziehung für Online-Kids ein MussNicht zu viele Verbote
Vor allem für die Sicherheit im Netz sei eine ausgewogene Handhabung wichtig. Zu viele Verbote könnten genauso schaden wie zu wenig Auseinandersetzung mit dem Thema. Immerhin 85 Prozent der befragten Eltern gaben an, dass sie ihre Kinder dazu anhalten, keine persönlichen Informationen im Internet preiszugeben.
41 Prozent kontrollieren die Internet-Nutzung ihrer Kinder nach dem Gebrauch.
"Das Netz spielt für die jungen Leute eine immer wichtigere Rolle bei der Suche nach Informationen für Schule, Studium oder Ausbildungsmöglichkeiten. Deshalb sollten die Eltern vermeiden, das ihre Kinder dabei ein Defizit haben", so eine Professorin der London School of Economics.
