IBM entlässt bis zu 13.000 Mitarbeiter
Der US-Computerriese IBM plant im Zuge einer großen Unternehmensumstrukturierung die Entlassung von weltweit bis zu 13.000 Mitarbeitern.
Im Mittelpunkt der Umstrukturierung stehen die Standorte in Europa, wie IBM erklärte. Mit den örtlichen Unternehmensrepräsentanten seien Gespräche aufgenommen worden.
Nach französischen Gewerkschaftsangaben sollen europaweit zwischen 7.000 und 9.000 Stellen verschwinden, ver.di spricht von 2.500 IBM-Jobs in Deutschland. IBM teilte mit, hauptsächlich sollen Stellen im Verwaltungsbereich - zum Beispiel im Einkauf oder in der Buchhaltung - aus Deutschland, Frankreich und Italien in Niedriglohnländer verlagert werden.
"Wir befinden uns zurzeit in Gesprächen mit den Mitbestimmungsgremien über freiwillige Aufhebungsangebote", so ein IBM-Sprecher. Dies werde voraussichtlich mehrere Wochen dauern.
Stellenabbau beginnt in Deutschland
Anfang März hatte IBM angekündigt, in Deutschland 580 Mitarbeiter
entlassen und die Standorte Schweinfurt und Hannover schließen zu
wollen. Betroffen seien Beschäftigte der Konzerntochter IBM Business
Services. Die Betriebe sollen bis September geschlossen werden.
Größter Aktienrückkauf in IBMs GeschichteLenovo plant Aktienrückkauf
Der chinesische Hersteller Lenovo, der die Computersparte von IBM übernommen hat, kündigte unterdessen an, 435,7 Millionen eigene Aktien von IBM wieder zurückzukaufen. Damit erhält IBM mehr Geld, als ursprünglich ausgehandelt wurde.
Lenovo zahlte für die PC-Sparte 1,25 Mrd. US-Dollar, inklusive 650 Mio. Dollar in Aktien. Mit dem Aktienrückkauf, der noch von den Anteilseigener Lenovos genehmigt werden muss, bekommt IBM weitere 152,2 Mio. Dollar [118 Mio. Euro]
IBM hält derzeit 18,9 Prozent an Lenovo, nach dem Aktienrückkauf würde der Anteil um 4,7 Prozent fallen.
