Deutschland will besseren Galileo-Deal
Der deutsche Verkehrsminister Manfred Stolpe [SPD] hat eine eingehende Prüfung der Auftragsvergabe für Europas milliardenschweres Satelliten-Navigationssystem Galileo gefordert.
Die zwei Konsortien, die an der Ausschreibung teilnehmen, sollten "ihr Angebot verbessern, damit wir einen besseren Preis bekommen", so Stolpe in Straßburg.
Gleichzeitig warnte Stolpe davor, die beiden Bieter zu einem Gesamtkonsortium zusammenzufassen. Gegenüber dem "Handelsblatt" [Montag-Ausgabe] drohte er sogar mit dem Einfrieren der deutschen Mittel von 80 Millionen Euro.
Die EU-Kommission hatte angedeutet, dass über eine Zusammenfassung beider Bieter nachgedacht würde. Bis spätestens Ende Juni soll eine Entscheidung über die Auftragsvergabe fallen.
Im Wettstreit liegen einerseits das Konsortium iNavSat mit starker deutscher Beteiligung und dem Raumfahrtkonzern EADS, andererseits die Eurely-Gruppe, mit Alcatel, Finmeccanica sowie AENA und Hispasat aus Spanien.
Kein gemeinsames Gebot für Galileo
