Millionenstrafe für DT-Tochter
Die Slovak Telecom, eine Tochter der Deutschen Telekom, muss eine Millionenstrafe für Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung zahlen.
Dies teilte das slowakische Antimonopolamt PMU hat am Freitag in Bratislava mit. Die Slovak Telecom wird danach mit umgerechnet 22,7 Millionen Euro zur Kasse gebeten, weil sie potenziellen Konkurrenten die Mitbenutzung ihrer Festnetzleitungen unzulässig erschwere.
Zugleich wurde der Slovak Telecom eine Frist von 60 Tagen gesetzt, die bisherigen Behinderungen zu beseitigen. Schon im April hatte das PMU der Slovak Telecom eine Strafe auferlegt.
Der Telefonmarkt in der Slowakei ist formell schon seit 1. Januar 2003 vollständig liberalisiert. In der Praxis konnte sich aber in diesen zweieinhalb Jahren noch immer kein einziger Konkurrent etablieren.
Inakzeptable Bedingungen
Um nämlich tatsächlich Telefondienste über das Festnetz anbieten
zu können, ist eine Einigung jeder einzelnen Firma mit der Slovak
Telecom über die Mitbenutzung ihrer bestehenden Leitungen notwendig.
Die rund zehn potenziellen Konkurrenten, die eine staatliche Lizenz
erworben haben, sind der Auffassung, dass die ehemalige
Staatsmonopolfirma dafür inakzeptable Bedingungen stellt.
Slovak Telecom mit Gewinneinbruch
