Keine PC-Urheberabgabe vor Neuwahlen
Die IT-Branche rechnt nicht mehr mit einer Verabschiedung der umstrittenen Urheberrechtsnovelle vor den vorgezogenen Bundestagswahlen. Dadurch werde eine drohende Mehrbelastung beim Kauf neuer Computer im wichtigen Weihnachtsgeschäft mit großer Wahrscheinlichkeit abgewendet, sagte eine Sprecherin des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien [BITKOM].
Branchenvertreter hatten befürchtet, dass durch neue Urheberrechtsabgaben die Kosten für Computer um bis zu zehn Prozent steigen könnten.
Die zweite Stufe der Urheberrechtsnovelle soll den Inhabern von Urheber- und Verwertungsrechten zusätzliche Einnahmen sichern, indem nicht mehr nur Einzelkomponenten wie Brenner, Rohlinge, Drucker, Fax, Kopierer und Scanner, sondern künftig auch PCs insgesamt mit einer Urheberrechtsabgabe belegt werden sollen.
Im kommenden Weihnachtsgeschäft wird eine anziehende Nachfrage nach neuen Computersystemen erwartet, da die Chiphersteller mit neuen leistungsfähigen Prozessoren aufwarten, die erstmals zwei Prozessorkerne besitzen.
Die Computerbranche geht aber weiter davon aus, dass neue Urheberrechtsabgaben früher oder später kommen werden.
Zwölf Euro Urheberabgabe pro PC
