Noch keine Einigung bei schnellerem WLAN
Der WLAN-Standard IEEE 802.11n für die nächste Generation von noch schnelleren Funknetzwerken ist weiterhin umstritten.
Aus über 30 Vorschlägen haben sich im Laufe eines Jahres zwei Lösungen herauskristallisiert. Bei einem Treffen der 802.11n-Arbeitsgruppe des "Institute of Electrical and Electronic Engineers" [IEEE] kam es aber noch zu keiner Entscheidung für einen der beiden Standards.
Der kommende WLAN-Standard soll Übertragungsgeschwindigkeiten von über 300 Megabit pro Sekunde über drahtlose Verbindungen ermöglichen, als Minimumwert sind, wie bei aktuellen kabelgebundenen Netzwerken, 100 Megabit/Sekunde vorgegeben.
Für den neuen Standard gibt es zwei ernst zu nehmende Lösungsansätze, die beide auf der multiple-input/multiple-output [MIMO] Technologie basieren, in deren Rahmen mehrere Antennen für die hohe Geschwindigkeit sorgen sollen.
Zwei Gruppen streiten um 802.11n
Die WWiSE-Gruppe wird von Herstellern wie Broadcom, Motorola,
Nokia, Texas Instruments und NTT unterstützt.
WWiSEDer Gegner, die TGn-Sync-Gruppe, kann Intel, Nortel, Samsung, Sony, Qualcomm, Philips und Panasonic zu seinen Unterstützern zählen.
TGn SyncHersteller setzen auf Konsenslösung
Wie auch schon bei den verabschiedeten WLAN-Standards 802.11a bzw. 802.11g setzen allerdings alle Hersteller auf eine Konsenslösung, damit die Konsumenten nicht mit unterschiedlichen, nicht kompatiblen Lösungen konfrontiert werden.
Nachdem dieser Konsens nun aber nicht gefunden wurde, werden die beteiligten Unternehmen wohl aus den beiden Lösungen einen gemeinsamen Vorschlag erarbeiten, der dann verabschiedet wird. Laut US-Medienberichten soll das noch heuer geschehen, wodurch bereits Anfang 2007 die ersten Geräte auf den Markt kommen könnten.
