France Telecom zieht Notbremse
Unter dem Druck des Marktes hat France Telecom den Aktienpreis beim Börsengang seiner Mobilfunktochter Orange erheblich gesenkt.
Wie das halbstaatliche französische Unternehmen am Mittwoch in Paris mitteilte, wird die Orange-Aktie nun zwischen 9,50 und elf Euro kosten. Bisher waren zwischen 11,50 und 13,50 Euro angesetzt.
Die Zeichnungsfrist für die Aktie endet am Freitag. Für Privatanleger, die zunächst bis Donnerstag zeichnen konnten, wurde die Frist auf Freitag ausgedehnt.
France Telecom bringt Orange an die BörseWertverlust
Der Unternehmenswert von Orange wird mit der neuen Preisspanne um zehn bis zwölf Milliarden Euro niedriger angesetzt als bisher.
France Telecom begründete die Preisherabsetzung mit den "schwierigen Bedingungen des Marktes". An der Börse geriet die France-Telecom-Aktie unter Druck und verlor am Vormittag 4,7 Prozent.
Der Orange-Börsengang gilt als Test für die Aufnahmefähigkeit der europäischen Aktienmärkte für weitere Emissionen von Mobilfunk-Firmen in diesem Jahr.
France Telecom will insgesamt 633 Millionen Orange-Aktien ausgeben, was 13 Prozent des Kapitals seiner Mobilfunktochter entspricht; dabei besteht die Option, bis zu 15 Prozent in den Handel zu bringen. Mit der neuen Preisspanne wird der Unternehmenswert von Orange auf 45,6 bis 52,8 Milliarden Euro angesetzt. Insgesamt musste France Telecom binnen neun Monaten eine Herabsetzung um rund 100 Milliarden Euro hinnehmen: Im Mai vergangenen Jahres hatte das Unternehmen den Wert von Orange noch mit 150 Milliarden Euro angegeben.
