08.02.2001

DEAL MIT INTEL

Bildquelle: siemens

Siemens sichert Nachschub und Vertrauen

Der Siemens-Konzern sieht trotz der derzeit skeptischen Stimmung in der Branche großes Wachstumspotenzial im Handygeschäft und im mobilen Internet.

Damit das Wachstum nicht wieder von Teileknappheit gebremst wird, vergab der Konzern einen Milliardenauftrag an den US-Chiphersteller Intel.

Details des Deals

Intel wird nun laut Rahmenvereinbarung in den nächsten drei Jahren so genannte Flash-Speicher im Wert von mehr als zwei Milliarden Dollar an Siemens liefern, sagte Siemens-Vorstand Rudi Lamprecht heute bei einer Tagung in Sevilla.

Nummer drei statt Nummer vier

Klares Ziel sei es, bei Handys weltweit von Rang vier auf die dritte Position vorzurücken, sagte Lamprecht weiter.

Auch beim Aufbau von Mobilfunknetzen will der Konzern im UMTS-Zeitalter die Marktstellung weiter ausbauen. Zudem soll die Produktion von DSL-Anschlüssen in diesem Jahr auf 2,5 Millionen verzwanzigfacht werden.

Wachstumsimpulse erhofft sich Siemens von der neuen Mobilfunkgeneration UMTS und vom erwarteten Durchbruch des mobilen Internets. In Europa hat Siemens laut Lamprecht bisher Abkommen für die Beteiligung am Aufbau von elf UMTS-Netzen erhalten.

Bisher haben laut Siemens 33 von rund 75 UMTS-Lizenzinhabern in Europa Aufträge vergeben. Der Siemens-Bereich Information and Communication Mobile [ICM] steigerte seinen Umsatz im ersten Quartal 2000/01 von 1,9 auf 2,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Goodwill-Abschreibungen stagnierte bei 219 Millionen Euro.

Millionen für Inkubatoren

Weitere Innovationen im Mobilfunk sollen mit Blick auf die dritte Handy-Generation durch die Gründung eines "Inkubators" für diesen Bereich gefördert werden.

Für 45 kleine, junge Unternehmen, die an drei Standorten in München, Stockholm und später auch in Asien oder den USA in diesen "Brutkästen" Platz finden, stellt Siemens bis 2003 drei Jahre lang je 60 Millionen Euro bereit.

Schwerpunkt der Entwicklung sollten Software-

Anwendungen und Dienstleistungen rund um die Mobilfunkstandards GPRS und UMTS sein, hieß es.