13.02.2001

MICROSOFT

Bildquelle: HK

Neuer Kopierschutz offiziell schwach

Wie angekündigt werden die künftigen Programmversionen von Windows und Office einen Mechanismus enthalten, der ein unkontrolliertes Weitergeben der Daten an Dritte verhindere.

Microsoft reagiere damit auf die wachsende Produktpiraterie, die allein in Deutschland der Computerindustrie jährlich einen Schaden von 639 Millionen Euro verursache, sagte Jutta Herzog, Managerin für Raubkopienbekämpfung bei Microsoft Deutschland.

Für Herzog bedeutet das ein "nicht mehr tolerierbares Ausmaß".

Microsoft räumte ein, dass auch die neue Software illegale Kopien "technisch nicht unmöglich" macht. Das Unternehmen erwarte aber, dass die persönliche Hemmschwelle steige, wenn man sein Produkt anmelden müsse.

Einzel-Aktivierung

Die neue Softwaretechnik soll weltweit eingeführt werden, nachdem das Unternehmen diese so genannte "Produktaktivierung" vor zwei Jahren in sechs Ländern getestet hatte.

Privatnutzer und Firmen müssten sich ihre Microsoft-Software dann einzeln aktivieren lassen, bevor sie ans Netz gehen könnten.

Kein Hürdenlauf für Konsumenten?

Microsoft sieht in der Produktaktivierung keinen Hürdenlauf für Konsumenten. Die Erfahrungen in den USA zeigten, dass die Freischaltung der Software nur wenige Minuten dauere, so Herzog.

Für Firmen will Microsoft Sonderregelungen mit Rabatten einräumen. Vor allem mittelständische Unternehmen befürchten, dass die weit verbreiteten Microsoft-Produkte zu teuer werden könnten, wenn für jeden Büro-PC eine Lizenz erforderlich wird.