13.02.2001

DEUTSCHLAND

Bildquelle: FuZo

Jeder vierte Haushalt ist am Netz

In Deutschland besitzt fast jeder vierte Haushalt einen Internet-Anschluss. Damit liege die Bundesrepublik "weiter im Spitzenfeld", sagte der neue Präsident der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post [RegTP], Matthias Kurth, anlässlich der Vorlage des Jahresberichts 2000 in Bonn.

Vor allem im vergangenen Jahr habe zeitgleich mit einer drastischen Verbilligung der Angebote die Nutzung von Internet und Telefon deutlich zugenommen.

Der RegTP zufolge erreichten die drei größten Online-Anbieter in Deutschland zum Jahresende 2000 rund 9,3 Millionen Teilnehmer, knapp 3,5 Millionen mehr als 1999.

Internet und Mobilfunkbereich auf Wachstumskurs

Neben günstigeren Alternativen zum Minutentakt wünschen sich die Deutschen vor allem eine einfachere Handhabung des Internets sowie mehr Sicherheit und Datenschutz.

Nach Angaben der RegTP befand sich neben dem Internet auch der Mobilfunkbereich im vergangenen Jahr weiter auf ungebremstem Wachstumskurs. Am Jahresende waren mehr als 48 Millionen Mobilfunknutzer registriert, knapp 25 Millionen oder 105 Prozent mehr als 1999.

"Die Wettbewerbsorientierung trägt Früchte", betonte Kurth. Die entsprechenden Anstrengungen seiner Behörde hätten positive Auswirkungen auf die "gesamte Volkswirtschaft".

Als Beispiele nannte Kurth unter anderem sinkende Preise und die Förderung technischer Neuerungen. Positiv bewerte der Präsident der Regulierungsbehörde zudem die Stellenentwicklung auf dem Telekommunikationsmarkt. Die Zahl der Beschäftigten stieg demnach zum Ende vergangenen Jahres auf rund 239.000, knapp 14.000 mehr als 1999.

Wettbewerb beim Ortsnetzzugang unzureichend

Als "unzureichend" bewertete Kurth allerdings die Wettbewerbsentwicklung beim Ortsnetzzugang. Zwar bestehe unterdessen in 60 Großstädten für die Verbraucher grundsätzlich die Möglichkeit, bei Ortsgesprächen zu Konkurrenten der Telekom zu wechseln.

"Es ist aber explizit darauf hinzuweisen, dass in vielen Städten erst seit kurzem und nicht in allen Stadtbezirken eine Wechselmöglichkeit besteht." Der Ortsnetzzugang sei weiter der "Flaschenhals" bei der Entwicklung des Wettbewerbs und erfordere "auch in Zukunft die besonderen Anstrengungen" der Regulierungsbehörde.