Programmierer überholen Bauern
Die Softwareindustrie hat in Deutschland die Land- und Forstwirtschaft in der wirtschaftlichen Bedeutung überflügelt.
Das geht aus einer vom Institut der deutschen Wirtschaft vorgestellten Studie der GfK-Marktforschung und der Fraunhofer-Institute für Innovationsforschung und Analyse der Softwareentwicklung hervor.
Insgesamt erwirtschafteten die Computerprogrammierer danach 1999 knapp 1,4 Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland, die Land- und Forstwirte hingegen nur 1,2 Prozent.
19.000 Softwareunternehmen unterwegs
In Deutschland gibt es der Studie zufolge 19.000 Unternehmen, die
Computerprogramme erstellen. Die Tüftler sitzen nicht nur in
Softwareschmieden, sondern auch in anderen Branchen wie dem
Maschinen- und Fahrzeugbau oder der Telekommunikation, wo Programme
für die eigenen Produkte benötigt werden.
GfK-MarktforschungRund 10.000 Betriebe befassen sich der Studie zufolge ausschließlich mit der Entwicklung oder Anpassung von Computerprogrammen. Zwei Drittel dieser Unternehmen sind kaum älter als zehn Jahre.
Insgesamt beschäftigen sie knapp 300.000 Mitarbeiter, mehr als ein Drittel davon Programmierer. Im Jahr 1999 machten die reinen Softwarefirmen fast 42,4 Milliarden Euro [584 Mrd. ATS] Umsatz.
Weitere rund 8.600 Unternehmen aus anderen Branchen entwickeln der Studie zufolge ebenfalls in größerem Umfang Programme für den Eigenbedarf oder passen vorhandene Programme an. Der Anteil der Software an den Entwicklungskosten von Produkten mache hier immerhin 15 Prozent aus.
