Bier als schlimmster Feind des Notebooks
Über "erschütternde Erfahrungen" beim Umgang mit Informationstechnologie im Alltag berichtet ein deutsches Serviceunternehmen, das Notebooks wartet und nach Unfällen wieder in Stand setzt.
Die nachlässige Behandlung der Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine führt demnach vor allem zu Verschmutzungen in einem Ausmaß, das zu echten Schäden führt.
Es sei mehr als erstaunlich, wie schlecht viele Notebooks ganz offensichtlich behandelt würden, erklärt die Regensburger Firma IME in einer Bilanz ihres Reparaturdienstes, in dem monatlich rund 400 beschädigte Notebooks "gerettet" werden.
IMEFiligrane Technik und aggressive Flüssigkeiten
Die 14 Mitarbeiter des IME-Wartungszentrums stoßen nach eigenen Angaben immer wieder auf Brotkrümel oder Marmeladenreste in der Tastatur.
Druckstellen auf dem Bildschirm oder Spuren von Stürzen seien weitere Hinweise auf unachtsame Behandlung.
"Am schlimmsten sind die Fälle, in denen Bier ins Notebook gelaufen ist", erklärte der Leiter des Service-Zentrums, Christian Dittrich. Bier sei "für die filigrane Technik so aggressiv wie nur wenige andere Flüssigkeiten".
Dittrich empfiehlt, das Notebook immer nur in geeigneten Taschen zu transportieren und nie auf den Beifahrersitz des Autos zu legen - bei einer Notbremsung sei schon manches Notebook zerstört worden.
Kekse und Schweiß
Der britische AOL-Ableger hat schon im letzten Jahr mit viel Aufwand und wissenschaftlicher Genauigkeit den Dreck in Rechner-Tastaturen untersuchen lassen.
In einem typischen Londoner Büro sammeln sich demnach im Monat durchschnittlich 1,89 Gramm Dreck in jeder Tastatur.
Danach setzt sich der Dreck vor allem aus Essensrückständen zusammen, worunter Brösel von Schokoriegeln, Keksen und anderem Gebäck den Hauptbestandteil ausmachen [56 Prozent]. Es fanden sich aber auch Schweißrückstände [15 Prozent], Nudeln [sieben Prozent], Fingernägel, Insekten und Haare [je ein Prozent].
1,89 Gramm Dreck pro Monat
