Bildquelle: Sony

TV-Programm in den Urlaub mitnehmen

LocationFree
17.01.2006

Damit niemand die neuesten Episoden seiner Lieblingsserien während des Urlaubs verpassen muss, hat Sony ein System vorgestellt, das den Empfang des heimischen Fernsehprogramms von jedem Ort der Welt aus ermöglicht.

Der japanische Konzern bringt sein Breitband-Fernsehsystem "LocationFree" im Frühling nach Europa.

"LocationFree" nutzt das Internet, um das Notebook unterwegs mit dem heimischen TV-Tuner zu verbinden.

Neben dem TV-Empfang auf WLAN-fähigen Notebooks, tragbaren LCD-Fernsehern und mobilen Spielkonsolen soll auch das Fernsehen über GSM-Handys möglich werden.

In Japan und den USA ist das System [ohne GSM-Funktion] bereits erhältlich, bis Ende März 2006 will Sony auf diesen beiden Märkten 100.000 Nutzer gewinnen.

Live fernsehen oder aufzeichnen

Herzstück des Systems ist eine Set-Top-Box, die zu Hause installiert wird. Die Box zapft die Signale des TV-Tuners beziehungsweise Satelliten-Receivers an und komprimiert [MPEG4 Advanced Simple Profile] und verschlüsselt diese.

Die verschlüsselten Daten werden dann über eine herkömmliche Breitbandverbindung im Internet zum Download bereitgestellt.

Über eine installierte Spezial-Software kann das Notebook dann mit der Website der Set-Top-Box verbunden werden und die TV-Daten herunterladen.

Dabei kann das aktuelle Fernsehprogramm live geschaut und auf der Festplatte des Mobilgeräts aufgezeichnet werden.

In den USA kostet das System etwa 350 US-Dollar. Der Verkaufspreis für Europa wurde noch nicht bekannt gegeben.

Drahtlos fernsehen im ganzen Haus

Auch der Kanal kann über die "LocationFree"-Software gewechselt werden. Dabei sendet die Empfangsstation dem Receiver ein Infrarotsignal, das die Impulse der normalen Fernbedienung simuliert und so zum gewünschten Sender schaltet.

Um dem Nutzer auch zu Hause einen Mehrwert zu bieten, hat Sony die Box mit einem WLAN-Sender ausgestattet, der das Programm an drahtlose Empfangsgeräte wie LCD-Fernseher und die PlayStation Portable überträgt.

(futurezone | Nihon Keizai Shimbun | New Scientist | wissenschaft.de)